Brainfuck, zynisches Gulasch

Wortspiel, oh Wortspiel. Es macht so Spaß. Wenn wir zynisch sind und lustig wirken, obwohl wir traurig sind. Traurig weil wir Looser sind. Die nicht als solche erkannt werden wollen.

Wie kann man mit Leichtigkeit so tragische Gestalten wie Donald Trump killen? Nicht mit Waffen, mit Worten: Er ist ein Mann mit Haarimplantaten und ein bis zwei Hoden. Ein bis zwei, weil ich es nicht weiß, sondern nur schätzen kann. Ich bin mir sehr sicher, dass er nicht drei hat, oder null.

Hoden sind ja „Eier“ im umgangssprachlichem Sinne. Sie stehen für Tapferkeit, Mut und Entschlossenheit. Ich bezweifle, dass Trump zielsicher ist. Sicher ist, dass er Nichts, absolut Nichts, bezweifelt. Es ist Alles immer Fuckt. Oder Fake – but only as news.

Trump does not matter. Er ist nicht die Ursache vieler Probleme. Er ist ein Symptom. Er würde ohne andere Menschen gar nicht existieren. Manchmal scheint es so, dass man glaubte, er wäre so mächtig wie sonst nur der Allmächtige. Das ist aber wirklich Fake News.

Nichts ist so öde wie Satire über Trump und Kurz. Während der Coronakrise hieß es, Zynismus sei nun out. Weil das Tragische nicht mehr komisch ist. Es ist nicht mehr weit weg, längst Vergangenheit oder hoch oben. Die Tragik ist nach Hause gekommen und locked.

Ich glaube nicht das Zynismus out ist. Zynismus ist nicht nur ein Stil, es ist ein Symptom. Wenn dir jemand das Herz raus reißt, daraus Gulasch macht und danach sagt, „Kannst es wieder haben. Brauch‘s doch nicht!“, dann bist du entweder tot, weil du kein Herz mehr hast. Oder, du mutierst zum Zyniker. Ein Mensch mit einem Herz aus Gulasch. Zukünftige Eruptionen werden beschwichtigend mit Fürzen verglichen. Oder man erwartet schulterzuckend noch eine gratis Kamera um den Trümmerhaufen zu fotografieren. Es ist doch schön. Nein ist es nicht. Es ist zynisch.

Kommentar verfassen