Erstens kommt es anders, zweitens, wer man denkt

Verwechslungen würde ich am meisten bei eineiigen Zwillingen erwarten. Es kann aber jedem passieren. Was wäre wenn man von einer Raststätte zurück käme, in ein falsches Auto einsteigt, nicht aber wieder aussteigt und dann einfach woanders mitfährt? Ich denke zuerst an die Wertsachen die am Beifahrersitz des richtigen Autos liegen. Sollte man aber die Handtasche mit auf die Toilette genommen haben, zurück in den Toyota Yaris steigen und feststellen, dass der Fahrer anders aussieht als zuletzt und gut riecht, wäre es dann nicht ein Versuch wert? Einmal eine andere Route zu wählen und Neues zu entdecken? Es erfordert jedenfalls ein Maß an Humor 🙂

Ein Versuch wert:

Hintergrundgeschichte dieses Blogartikels ist eine jüngst vergangene WhatsApp-Nachricht die ich bekam. Willy schrieb (23:39 Uhr): Hey Mariella, magst du Vielleicht manchmal wieder auf einen Cafehaus kaufen gehen?“ Eine Art von Nachricht die man von einem Menschen bekommt mit dem man IRGENDWANN einmal Dates hatte und der offensichtlich gerade Liebeskummer hat und ziemlich betrunken und verzweifelt zu sein scheint. Deshalb würde ich mir normalerweise denken: „Hey du Opfer, für wen hältst du mich!“. Nicht so in dieser Nacht. Ich machte mir einen Spaß daraus und antwortete ihm sofort zurück: „Ja, klar! Gerne“. Gerne kaufe ich mit dir ein Kaffeehaus. Ich frage mich ob Irene, die eigentlich Iris heißt und Kathrin, die Karin heißt und noch dazu seine Cousine ist, auch so aufgeschlossen und positiv reagieren würden wie ich. Ich hätte gerne sein Gesicht am nächsten Morgen gesehen. Ich mag ihn recht gerne und deshalb trafen wir uns dann auch wirklich einmal. Ich sprach das Thema Liebeskummer bald an und wir hatten interessante Gespräche. Es war also nicht verkehrt, ihn mal wieder zu sehen und der Situation mit etwas Humor zu begegnen.

Nicht zu toppen:

Ist meine Freundin Anna Juliana. Sie erzählte mir von einem sehr lustigem und unerwartetem zweiten Date. Sie bekam eine Einladung für das Theater. Es war wohl ein Stück das sie selbst unbedingt sehen wollte. Am besagten Tag, schrieb er ihr, dass er vorm Haus auf sie warte. Sie blickte aus dem Fenster und antwortete: „Nein, tust du nicht!“. Als er ihr die Standortdaten sendete, wurde bald klar, dass er glaubte mit einer anderen Juliana ins Theater zu gehen. Oh, das war wohl eine Verwechslung! Die Karten waren schon gekauft und er hatte auch einen zweiten Helm fürs Motorrad mitgebracht. Woraufhin sie schulterzuckend auf die Vespa aufstieg und mit ihm losfuhr. Sie wollte das Stück gerne sehen. So, what? 🙂 Außerdem ist man mit dem Regisseur von – „Die fetten Jahre sind vorbei“ – in guter Gesellschaft.

Ich bin nicht so eine:

Denkt doch jeder von sich. Wer aber einmal etwas länger darüber nachdenkt, wird sich dann doch an die eine oder andere verrückte Geschichte erinnern. Dieses eine Mal als man völlig anders als gewohnt agierte und etwas ziemlich Verrücktes machte. Man weiß, dass man so etwas nicht unbedingt wiederholen müsste, aber dass es ziemlich abgefahren war. Eine Geschichte die man nicht jedem auf die Nase bindet. Ich tu es trotzdem, für den Beitrag zum Thema „Verwechslung“.

Mozart oder MozART:

Ich wurde gefragt, ob ich im Cafe Mozart aushelfen könnte. Vermittelt wurden diese Aushilfstätigkeiten von einem Lehrer an unserer Schule. Er bekam Anfragen für Aushilfen die er dann für diverse Veranstaltungen und Caterings vermittelte. Er sagte mir, dass es 10 Euro die Stunde wären und im Café Mozart in der Stadt. Wer Salzburg kennt, weiß, dass die Innenstadt einer Puppenkiste ähnelt und man auch damals schon, ohne Smartphone und GPS, überall leicht hinfinden konnte. Ich meldete mich somit am Samstag um 11 Uhr an Ort und Stelle. Die Kellnerin an der Bar bemerkte schnell, dass es eine Verwechslung sein musste und ich zum Cafe MozART gehen sollte. Ich sagte ihr, dass sie mir bekannt vorkommt und schnell stellte sich heraus, dass sie die Exfreundin meines Exfreundes ist. Wir fanden das super lustig und verabredeten uns für den Abend in der Stadt. Als ich zu ihr rüber schaute, in das Lokal gegenüber, war sie schon gut angeheitert. Sie zog ihre hohen Schuhe aus um barfuß weiter zu tanzen und es dauerte nicht lange bis wir anfingen wild rumzuknutschen. Wir hatten es ziemlich lustig. Ich fand sie sehr anziehend, durch ich weiblichen Kurven und ihre lockere Art. Ein weiteres Mal trafen wir uns dann aber nicht mehr.

Welche Verwechslungen und verrückten Geschichten habt ihr auf Lager? Wer traut sich zu kommentieren? 🙂

Kommentar verfassen